Die Aussagen in Zeile 1004-1007 entsprechen nicht den Tatsachen und der von China betriebenen Politik und zeigen in die falsche Richtung. Anstatt China so anzuklagen sollten GRUENE wesentlich staerker auf eine Klimaschutzkooperation mit China setzen. Mit solchen nicht sachgerechten Formulierungen wird das erschwert.
Im Einzelnen:
1. China hat bis heute in keinem Statement behauptet, dass es aus seiner Sicht eine Rivalitaet mit Deutschland sieht. Auch nicht mit Europa. Im Gegenteil, China betont in allen Stellungnahmen, das es an einem partnerschiftlichen Verhaeltnis mit Europa und speziell mit Deutschland grosses Interesse hat. Unter anderem wird dies auch belegt, mit der erst kuerzlich verlaengerten Visafreiheitspolitik. Deutsche Staatsbuerger und viele andere Europaer koennen ohne Visa fuer 4 Wochen China besuchen. Die Rivalitaet wird ausnahmslos seitens Europa und deutscher Politiker betont aber niemals von China.
2. China versucht nach rund 200 Jahren Fremdbestimmung ueber China, mit allen Laendern der Welt ein partnerschaftliches Verhaeltnis zu pflegen. Dabei bemueht es sich auch die Rahmenbedingungen fuer Partner aus dem Bereich der Schwellenlaender in globalen Institutionen zu verbessern. China greift in keiner Form die UN Menschenrechtscharta an und hat in keiner Stellungnahme zum Ausdruck gebracht diese Charta aendern zu wollen. Allerdings setzt China wie jedes andere Land auch, unterschiedliche Schwerpunkte bei der Entwicklung und hat in den vergangenen 40 Jahren aussergewoehnliches zum Schutz der Menschenrechte geleistet und rund 800 Mio. Menschen aus der Armut in einen moderaten Lebensstandard gefuehrt. Es wehrt sich aber mit allen Mitteln dagegen, von westlichen Politikern fuer einzelne Fehlentwicklungen in seiner Geschichte gebrandmarkt zu werden.
3. China erhoeht in der Taiwanstrasse nicht den militaerischen Druck, sondern macht weiterhin deutlich, dass es konsequent an den 1979 geschlossenen Vertraegen zur Ein China Politik festhaelt. Fuer China ist es seit Anfang der Gruendung der VR China darauf zu bestehen, das Taiwan ein Teil Chinas ist. Angesichts der frisch gemachten Ausserungen des taiwanesischen Praesidenten, der in Taiwan keine parlamentarische Mehrheit mehr hinter sich hat, hat China mit seinen Militaermanoevern noch einmal deutlich gemacht, dass es im Fall des Versuchs einer Abspaltung Taiwans, in der Lage ist, militaerische Massnahmen zu ergreifen. Damit folgt China der seit 1949 vorgegebenen Linie, dass es nur ein China gibt und eine Separation laut chinesischer Verfassung nicht zulaessig ist. Die militaerischen Manoever sind nicht neu, sie werden nur mit modernen Waffen vorgefuehrt.
Kommentare
Ralf Boecker:
Ralf Boecker:
https://bagfrieden.antragsgruen.de/01-2025/frieden-in-freiheit-sichern-innen-und-aussen-39712/84885
Radosawa (Sava) Stomporowski:
Um einen Krieg vorzubereiten, beruhen alle Maßnahmen auf Täuschung des Gegners und dem Wiegen in Sicherheit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Krieges_%28Sunzi%29
Ralf Boecker:
Juergen Kurz:
Du solltest vielleicht nochmal Sunzi genauer lesen. ;-)
Seine Kernaussage lautet, der beste Krieg ist der, den man nicht führt. Im Rahmen aller 36 chinesischen Strageme gibt es mehrere Täuschungsstrategeme. Da unterscheidet sich China und Sunzi in keiner Form von Clausewitz und allen anderen Militärstrategien der Geschichte. Es handelt sich hier sicher nicht um ein chinesisches Denken, sondern um ein militärisches.
Das Arbeiten mit Lügen, täuschen und falschen Ansagen kennen wir heute zur Genüge auch aus demokratischen Wettkämpfen. Trump ist ein Prachtexemplar dieser Herangehensweise.
Juergen Kurz:
Du solltest vielleicht nochmal Sunzi genauer lesen. ;-)
Seine Kernaussage lautet, der beste Krieg ist der, den man nicht führt. Im Rahmen aller 36 chinesischen Strageme gibt es mehrere Täuschungsstrategeme. Da unterscheidet sich China und Sunzi in keiner Form von Clausewitz und allen anderen Militärstrategien der Geschichte. Es handelt sich hier sicher nicht um ein chinesisches Denken, sondern um ein militärisches.
Das Arbeiten mit Lügen, täuschen und falschen Ansagen kennen wir heute zur Genüge auch aus demokratischen Wettkämpfen. Trump ist ein Prachtexemplar dieser Herangehensweise.
Ralf Boecker:
Besser verstanden und seriöser beschrieben gehört die Ambivalenz von China *primär als wichtiger Partner für Wirtschaft und Klimaschutz*, andererseits jedoch zunehmend konkurrierender Wettbewerber im Welthandel, zuletzt auch erkennbar expansiv wetteifernd und ideologisch rivalisierend im politischen System-Streit gegen westlich geprägte Demokratien.
Wenig überzeugend liest sich jedoch die Begründung dieses Antrags als haltlose China-Propaganda und Verharmlosung der maßgeblich von chinesischem Militär eskalierten Konflikte um Taiwan und im Indo-Pazifik...
ℹ️ https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Land,_zwei_Systeme#Taiwan
➡️ https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/china-und-seine-nachbarn-2023/522223/bedrohte-demokratie
+ zur objektivierten Einordnung, speziell auch für überzeugte China-Kenner:
»Im Demokratie-Index 2019 belegt die Volksrepublik China Platz 153 von 167 Ländern, womit es zu den autoritären Staatssystemen zählt.«
➡️ https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_der_Volksrepublik_China#cite_ref-1
und das wird auch nicht besser...
➡️ https://ourworldindata.org/grapher/democracy-index-eiu?tab=table&time=2019..2023
➯ aktuell: Platz 173 von 179 Ländern
➡️ https://www.demokratiematrix.de/ranking#:~:text=173,Harte%20Autokratie
+ siehe auch:
Bewertung von Demokratie & Marktwirtschaft: China vs. Taiwan (BTI 2024)
➡️ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1275578/umfrage/vergleich-von-demokratie-und-marktwirtschaft-zwischen-china-und-taiwan-nach-dem-bertelsmann-transformationsindex-bti